Wie teilst du 1000 m Rudern bei einem HYROX-Rennen ein? Und 50 Kalorien Rudern in einem Functional-Fitness-Workout?
🔹 Solltest du mit derselben Strategie rudern, egal ob die Distanz in Metern oder Kalorien gemessen wird? Ist es wirklich nur eine andere Einheit für dasselbe?
🧬 Die Wahrheit ist: Wenn du am Ergometer trainierst, heißt es immer du gegen den Monitor und seine Zahlen – oder kann der Monitor dein Verbündeter sein, wenn du ihn klug nutzt? Hinter den Zahlen auf dem Display steckt jede Menge Ingenieurswissen, und wenn du verstehst, wie es funktioniert, kannst du deine Strategie für verschiedene Workouts optimieren.
Die Herausforderung beim Rudertempo im vielseitigen Training
Hast du das Gefühl, dass du dich am Rudergerät fast umbringen musst, um nur ein paar Sekunden zu gewinnen?
„10 Sekunden können am Rudergerät über Leben und Tod entscheiden.“
Das ist nicht deine Schuld und heißt auch nicht, dass du schlecht in Form bist.
Alles liegt an der Physik und Mathematik, die hinter dem Monitor des Rudergeräts arbeiten.
Rudern auf Meter: Nicht um jeden Preis schneller werden wollen
Das Verhältnis zwischen deiner Leistung (Power Output) und der Geschwindigkeit des Rudergeräts ist nicht linear.
🔹 Um die Geschwindigkeit zu verdoppeln, brauchst du die 8-fache Leistung.
🔹 Eine Verdopplung der Leistung erhöht die Geschwindigkeit nur um den Faktor 1,26.
🔹 Willst du deine 1000-m-Zeit von 4:20 → 4:10 verbessern (nur 10 Sekunden bzw. 3,8 %), musst du deine Leistung um 12,5 % steigern.
„Das bedeutet: Du investierst deutlich mehr und bekommst nur ein bisschen mehr Tempo.“
Warum ist das so?
Der Monitor des Rudergeräts simuliert ein Boot auf dem Wasser. Boote werden durch den Strömungswiderstand gebremst, und diese Kraft wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit.
Am Rudergerät passiert dasselbe: Die nötige Leistung, um ein hohes Tempo zu halten, wächst mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit. Das erklärt, warum zusätzliche Leistung auf längeren Ruderdistanzen keinen nennenswerten Zeitgewinn bringt.
Rudern auf Kalorien: Lohnt sich mehr Tempo?
🔹 Basiert das Workout auf Kalorien statt Metern, ist es ein völlig anderes Spiel.
🔹 Rudern auf Kalorien belohnt kräftigere Züge:
- Je mehr du investierst, desto weniger Meter musst du rudern.
- Je weniger du investierst, desto länger ist die Strecke, die du rudern musst.
Beispiel: Sinkt deine Leistung von 400 → 200 Watt,
🔹 wird deine 500-m-Zeit um 25 Sekunden langsamer.
🔹 dauern 30 Kalorien 45 Sekunden länger.
So holst du das Maximum aus dem Rudergerät heraus
🔹 Besteht das Workout nur aus Rudern, zählt nur eines: die richtige Tempoeinteilung.
🔹 Ist das Ziel eine Distanz in Metern, lohnt sich härteres Arbeiten nicht – spare deine Energie für die anderen Übungen.
🔹 Bei einem Kalorienziel kann es sich lohnen, härter zu rudern, da das Verhältnis von Kalorien zu Leistung linearer ist als bei Metern.


